Grüner Star (Glaukom)

Vorsorgeuntersuchung

Das Augenhaus nimmt am Vorsorgeprogramm zur Erkennung des Grünen Stars teil. Beim Grünen Star kommt es zu einem schleichenden Absterben des Sehnervs – die vollständige Erblindung droht. Eine Vorsorgeuntersuchung kann die Erkrankung jedoch frühzeitig aufdecken und durch die anschließende gezielte Behandlung eine Schädigung des Auges verhindert werden. Bei dieser Untersuchung wird der Augeninnendruck gemessen und der Augenarzt beurteilt den Sehnervenkopf nach einer Inspektion.
Beide Untersuchungen sind für den Patienten völlig schmerzlos.
Wenn der Grüne Star festgestellt wird, erfolgt die Behandlung in der Regel durch Augentropfen oder durch die einmalige Anwendung des SLT-Lasers.

Untersuchung mit dem HRT (Heidelberger-Retino-Tomograph)

Mit dem HRT verfügt das Augenhaus über einen speziellen Computer, der mit Laserlicht die Sehnervendicke misst und anschließend mit dem Computer aufzeichnet. Spezielle Verlaufswerte können berechnet und noch nach Jahren verglichen werden. Ein sogenannter Pachymeter dient zur Messung der Hornhautdicke, die wiederum für eine genauere Beurteilung der Augeninnendruckwerte wichtig ist.

Laser-Operation des Grünen Stars

Wenn bei der Behandlung des Grünen Stars Augentropfen nicht mehr ausreichen, muss ein Eingriff
erwogen werden. Hierbei kommen unterschiedliche Laserbehandlungen zur Anwendung, die je nach Art des verwendeten Laserstrahls eine Verminderung des Augenwassers, eine Veränderung der Zirkulation oder eine Verbesserung des Abflusses bewirken.

Mikroinvasive Glaukomchirurgie

Mit der mikroinvasiven Chirurgie des grünen Stars steht seit 2014 eine neue Behandlungsmethode zur Verfügung, die in Betracht kommt, wenn Augentropfen oder auch Laserbehandlung nicht zu einem ausreichenden Erfolg führen.
Hierbei wird ein dünnes Gelröhrchen unter dem Mikroskop in den Kammerwinkel gesetzt. Darüber kann Augenwasser zusätzlich unter die Bindehaut abfließen und der Augeninnendruck sinkt.