Makuladegeneration

Vorsorgeuntersuchung

Viele Menschen erleben im höheren Lebensalter eine Erkrankung der Netzhautmitte, die sogenannte Makuladegeneration. Erste Anzeichen ist das wellige Sehen gerader Linien und die Abnahme der zentralen Sehschärfe. Je eher die Makuladegeneration erkannt wird, desto günstiger sind die Aussichten für den Erhalt der Sehschärfe.
Neben der Augenhintergrundspiegelung und dem Test am Amsler-Netz sind für den Augenarzt die Schichtaufnahmen der Netzhaut mit der optischen Kohärenztomographie (OCT) und die Farbstoffphotographie hilfreich.
Die Kombination dieser Untersuchungen erleichtert die Entscheidung für ein rechtzeitiges Eingreifen.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Form der Makuladegeneration. Bei der so genannten trockenen Form erfolgt die Selbstuntersuchung mit der Amslernetzkarte zu Hause und eine regelmäßige Netzhautuntersuchung beim Augenarzt. Etwa 15% der Patientinnen/Patienten mit einer Makuladegeneration erkranken an der feuchten Form.
Diese können mit sog. Anti-Wachstumsfaktoren, die man direkt ins Auge spritzt, behandelt werden.

Medikamenteneingabe in den Glaskörper

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen lässt sich die feuchte Makuladegeneration mit der Eingabe von Medikamenten direkt in das Auge behandeln.
Sogenannte Anti-Wachstumsfaktoren (Anti-VEGF) unterbinden das krankhafte Wachstum von Gefäßen in die Netzhaut und verhindern die Schwellung der Netzhautschichten durch Flüssigkeitsaustritt. Die Bildung neuer Blutgefäße wird ebenfalls gestoppt.